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Griechen haben 300 Milliarden Schulden

8. März 2010

So lieben Touristen das Land - doch die Idylle ist (...)

So lieben Touristen das Land - doch die Idylle ist trügerisch ©

In Griechenland haben in den letzten Tagen zehntausende Menschen demonstriert. Der Grund: das neue Sparprogramm der griechischen Regierung. Griechenland steckt in ernsthaften Geld-Schwierigkeiten. Das Land hat rund 300 Milliarden Euro Schulden. Deshalb sollen nun Beamte und Rentner weniger Geld vom Staat bekommen, und alle Bürger sollen mehr Steuern zahlen.

Für dieses Schuldenproblem gibt es mehrere Gründe. Rund ein Viertel der arbeitenden Griechen ist beim Staat angestellt. Wer beim Staat arbeitet, verdient gut und kann nicht entlassen werden. Viele besorgen deshalb Posten für Familienangehörige und Freunde. Das kostet den Staat viel Geld - das er nicht hat und das er sich leihen musste. Als im letzten Jahr auch noch die Finanzkrise hinzukam, war es zu viel für das Land.

Griechenland konnte das Geld nicht mehr zurückzahlen, das es sich bei Banken geliehen hatte. Nun möchte Griechenland sich noch mehr Geld leihen, um das früher geliehene Geld zurückzahlen zu können. Aber niemand möchte mehr einspringen. Die Banken haben Angst, dass sie dieses Geld nie zurückbekommen, weil Griechenland pleite gehen könnte.

Inzwischen wetten manche Menschen sogar darauf, das dies passiert: Am Finanzmarkt kann man Geld damit verdienen, auf den Bankrott eines Staates zu wetten. Das Problem dabei ist, dass Banken oder Länder, die vielleicht doch noch bereit wären, Griechenland zu unterstützen, von solchen Wetten verunsichert werden. Sie geben dann nichts mehr. Und so könnte aus einem "Spiel" tatsächlich ernst werden.

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