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Amoklauf in Afghanistan

So sehen sich die Soldaten gerne: als Freunde und Helfer. In Wirklichkeit ist es oft anders. So sehen sich die Soldaten gerne: als Freunde und Helfer. In Wirklichkeit ist es oft anders.
© US Army // Sgt. Russell Gilchrest; gemeinfrei

In Afghanistan ist ein amerikanischer Soldat Amok gelaufen. Er drang in mehrere Häuser ein und erschoss 16 Menschen, darunter drei Frauen und neun Kinder. Keiner dieser Menschen hatte ihm oder seinen Kameraden etwas getan. Der Amokläufer wurde festgenommen.

Augenzeugen berichten, er sei wie in einem Computerspiel durch die Räume gezogen und habe geschossen. Der Soldat soll psychische Problem haben, heißt es von seinen Vorgesetzten. Er war bereits mehrmals bei anderen Auslandseinsätzen; in Afghanistan ist er seit wenigen Monaten. Ein Sprecher sagte, die Tat müsse aufgeklärt werden. Dann müsse sich der Täter vor einem Gericht verantworten.


In Afghanistan will man nichts davon wissen, dass die Amerikaner den Attentäter vor ein amerikanisches Gericht stellen. Die Abgeordneten des Parlaments verlangten, dass vor einem afghanischen Gericht verhandelt wird und dass Afghanen das Urteil sprechen.

Immer wieder kommt es zu solchen Vorfällen, bei denen die Afghanen sich durch das Verhalten der ausländischen Soldaten gedemütigt fühlen. Erst vor wenigen Wochen hatte es heftige Proteste gegeben. Damals hatten amerikanische Soldaten mehrere Ausgaben des Koran verbrannt. Dieses Buch ist den Muslimen heilig.

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