Kein Tempolimit für Uhus

Stolz, schön, frei - und gefährdet: der europäische Uhu Stolz, schön, frei - und gefährdet: der europäische Uhu
© Marita / pixelio.de

Im Kreis Düren muss eine Radarfalle abgebaut werden, die zum Schutz der dort lebenden Uhus montiert worden war. Das hat ein Gericht entschieden. Eine geblitzte Autofahrerin hatte gegen den Strafzettel geklagt und Recht bekommen.

Weil auf dieser Landstraße in der Eifel besonders viele der geschützten Vögel durch Zusammenstöße mit Autos getötet wurden, hatte der Landkreis 2011 dort ein Tempolimit verhängt und eine Radarkontrolle eingerichtet. Auf der rund 900 Meter langen Strecke durfte man demnach nur noch 50 statt vorher 70 Stundenkilometer fahren.

Viele Tausend Autofahrer hielten sich nicht daran und mussten Bußgeld bezahlen. Das hatte viele Menschen erbost; die Radarfalle wurde mehrfach beschädigt. Das Gericht störte sich allerdings weder an der Radarfalle noch an der Tempobegrenzung. So etwas könne der Landkreis zum Schutz der Vögel durchaus beschließen, so die Richter.

Was ihrer Ansicht nach nicht geht: Die Politiker hatten eine Vereinbarung mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) getroffen: Wegen des Tempolimits verzichtete der BUND gegen eine Klage gegen den Ausbau der Landstraße. Das sei nicht nach Recht und Gesetz, hieß es in dem Urteil.

Find ich gut sonst wird mein Uhu noch geblitz.

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