Viel Widerstand gegen Atommüll-Transport

Der Ort Gorleben hat schon viel gesehen: Demos, Blockaden, Gewalt, Atommüll... Der Ort Gorleben hat schon viel gesehen: Demos, Blockaden, Gewalt, Atommüll...
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Nach fünf Tagen sind die sogenannten Castor-Behälter mit Atommüll in Gorleben angekommen. So lange hat noch kein Transport dorthin gedauert. Grund dafür waren die zahlreichen und massiven Proteste gegen den Transport. Castoren sind sechs Meter lange Behälter, die speziell für den Transport von hoch radioaktiven Abfällen entwickelt wurden.

Polizei und Demonstranten beschuldigen sich nun gegenseitig, gewalttätig geworden zu sein. Die Polizei zählte etwa 100 verletzte Beamte; die Atomkraftgegner etwa 355 verletzte Demonstranten. Die meisten von ihnen seien durch Pfefferspray oder Schlagstöcke verletzt worden.

Der Transport von Atommüll in das Lager in Gorleben war schon immer umstritten. Seit Jahrzehnten gehen Atomkraftgegener dagegen auf die Straße. Derzeit wird der strahlende Müll aus Kernkraftwerken in Zwischenlagern gesammelt. So ein Ort ist Gorleben; es gbt aber auch noch andere Zwischenlager.

Um den tödlich strahlenden Müll für alle Zeit sicher zu entsorgen, sucht man seit Jahrzehnten nach sogenannten Endlagern. Auch das - so die Pläne - könnte in Gorleben angelegt werden. Die Atomkraftgegner fordern aber einen Baustopp für ein solches Endlager. Sie wollen, dass überhaupt kein Atommüll mehr produziert wird.

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