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Erdbeben

Die Erdkruste besteht aus 14 gewaltigen und zahlreichen kleineren Krustenplatten. Diese Platten schwimmen auf einem flüssigen, glühend heißen Gesteinsbrei wie Eisschollen auf dem Meer. Diesen Gesteinsbrei im Inneren der Erde nennt man Magma.

Die Erdplatten auf dem Brei schieben sich an bestimmten Stellen ganz langsam gegeneinander. Die auf den Platten liegenden Kontinente bewegen sich mit. Wenn das längere Zeit passiert, entsteht an den Plattenrändern ungeheure Spannung. Solange, bis das Gestein plötzlich bricht, und die Spannung sich dann mit einem heftigen Ruck entlädt.

Diesen Ruck spüren die Menschen in Form eines Erdbebens. Die dabei freigesetzte Energie kann stärker sein als bei 100 Atombomben. Sind die Erdbeben unterseeisch können sie riesige, bis zu 100 Meter hohe Wellen auslösen, die gefährlichen Tsunamis.

Auch Vulkane verursachen Erdbeben: Wenn in ihrem Inneren Magma aufsteigt, führt das zu Beben an der Oberfläche. Oft kündigen diese Beben den Ausbruch des Vulkans an.

Zu Erdbeben kommt es aber im Wesentlichen in der Nähe der Stellen, an denen die gigantischen Erdplatten aufeinander treffen. Das kann sowohl auf dem Lande als auch im Wasser sein.

Der Ort an der Erdoberfläche, der genau über dem Zentrum des Erdbebens liegt, wird Epizentrum genannt. Die Bewegungen des Bodens werden mit einem kleinen Gerät, dem Seismografen, verstärkt und aufgezeichnet. Die Stärke eines Erdbebens wird mit der Richterskala beschrieben.

Besonders häufig kommen Erdbeben in Mittelamerika und Asien vor. Auch im Süden Europas gibt es immer wieder starke Beben; in Deutschland sind sie allerdings - von Ausnahmen abgesehen - meist nur ganz schwach zu spüren.

Überhaupt bebt die Erde viel häufiger, als wir es wahrnehmen. Kleine Beben mit Stärke 3 gibt es täglich über hundert Mal. Selbst ganz große Erdbeben mit der Richterskala-Stärke 7 kommen etwa 10-mal jährlich vor. Oft bebt die Erde auch in unbesiedeltem Gebiet, deshalb fällt die eigentlich hohe Zahl an Beben nicht so auf.