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Marktwirtschaft

Marktwirtschaft ist eine Wirtschaftsordnung, in der sich alles über Angebot und Nachfrage auf dem freien Markt regelt. Das bedeutet, dass die Preise für die Waren nicht vom Staat festgesetzt werden, sondern von der Industrie (= den Herstellern der Waren) und den Verbrauchern (= den Kunden). Je weniger Kunden an einer Ware interessiert sind, desto billiger müssen die Hersteller sie anbieten; je beliebter eine Ware ist, desto mehr können die Hersteller dafür verlangen. Hergestellt wird, was der Kunde kauft.

Soziale Marktwirtschaft bedeutet, dass Firmen und ihre Chefs das Geld, das sie verdienen, nicht einfach nur in die eigene Tasche stecken dürfen. Der Staat hat dafür zu sorgen, dass es einen sozialen Ausgleich in der Gesellschaft gibt. Das regelt das Grundgesetz. Dort heißt es: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

Das bedeutet: Die Firmenchefs müssen auch dafür sorgen, dass die Arbeitsplätze in ihren Fabriken und Büros sicher sind, dass der Umwelt kein Schaden entsteht und dass Löhne gezahlt werden, von denen man leben kann.

In Wirklichkeit läuft es nicht immer so glatt mit der sozialen Marktwirtschaft, wie es im Gesetz steht. Manche Unternehmer kümmern sich nicht um die Verpflichtungen, die sie haben. Egal, ob es um die Umwelt oder um ihre Mitarbeiter geht - ihnen ist ihr Gewinn wichtiger als alles andere.

Vor allem in Krisenzeiten, in denen viele Menschen arbeitslos sind, kommen solche Unternehmer mit ihrem Verhalten auch durch. Denn wer Angst hat, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, lässt sich mehr gefallen als jemand, der seinen Job sicher hat. Dann entlassen die Unternehmer zum Beispiel einen Großteil ihrer festen Belegschaft, nur um die selben Leute dann wenige Woche später als Leiharbeiter wieder zu beschäftigen. Leiharbeiter sind Arbeiter, die nicht zur Firma gehören, sondern von einer Agentur vermittelt werden und geringeren Lohn bekommen.