Lexikon

FDP

FDP ist die Abkürzung für Freie Demokratische Partei. Die FDP setzte sich von Anfang an für die freie Marktwirtschaft und für eine liberale Politik ein. Die Freien Demokraten vertreten die Ansicht, dass der einzelne Bürger so viele Freiheiten wie möglich haben soll und der Staat nur so viel Einfluss wie nötig.

Die FDP entstand als Zusammenschluss aus vielen kleinen Parteien im Jahr 1948. Theodor Heuss war ihr erster Vorsitzender und von 1949 bis 1959 auch erster deutscher Bundespräsident. In den Jahren danach hatte die FDP zunehmend Erfolg und war neben der SPD und der CDU/CSU eine dritte einflussreiche Partei in Deutschland.

Aktueller Vorsitzender der FDP ist seit 2001 Guido Westerwelle. Seit 2009 bildet die FDP gemeinsam mit der CDU/CSU die Bundesregierung. Guido Westerwelle ist Außenminister.

Die FDP hatte nie so viele Mitglieder wie die SPD oder die CDU/CSU. Dennoch wurde die FDP länger und häufiger an der Bundesregierung beteiligt als alle anderen Parteien: insgesamt 41 Jahre.

Denn immer, wenn eine der großen Parteien nicht genügend viele Stimmen bekommen hatte, um sich durchzusetzen, zog sie die FDP auf ihre Seite: von 1949 bis 1956, von 1961 bis 1966 und von 1969 bis 1998. Sie bildeten eine Koalition. Das ist eine Interessengemeinschaft in der Politik. Gemeinsam mit der kleinen FDP hatte die große Partei CDU oder auch SPD dann genügend viele Stimmen, um sich gegen die zweitstärkste Partei durchzusetzen.

Mit dem Aufstieg der Grünen und später der Linkspartei/PDS im bundesdeutschen Parteiensystem hat sich diese Situation verändert. Seitdem gibt es neben der FDP auch andere Parteien, die für die Beschaffung einer Mehrheit im Parlament in Frage kommen.

Bei der Bundestagswahl vom 27. September 2009 hat die FDP enorm viele Stimmen hinzugewonnen. Deshalb wurde sie vom Wahlsieger CDU ausgewählt, in einer Koalition die künftige Regierung zu bilden. Gewählt wird die FDP vor allem von Selbstständigen und von Führungskräften aus Industrie und Wirtschaft.