Lexikon

Afghanistan

In Indien hat die Polizei einen Mann gezwungen, mehr als 40 Bananen zu essen. Der Mann war nämlich als Dieb ertappt worden. Er hatte einer Frau auf der Straße eine Kette gestohlen und sie verschluckt. Als er erwischt wurde, leugnete der Dieb die Tat. In einem Krankenhaus wurde daraufhin eine Röntgenaufnahme gemacht. Sie zeigte, dss die Kette sehr wohl im Magen des Mannes war. Damit sie möglichst schnell wieder ans Tageslicht kommt, musste der Mann Banane um Banane essen.

Alles Banane!

Afghanistan liegt in Asien. Seine Nachbarn sind Pakistan, China, der Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan. Es ist rund 4000 Kilometer von Deutschland entfernt und sehr gebirgig.

In Afghanistan leben 30 Millionen Menschen. Sie gehören zu vielen verschiedenen Volksgruppen, die oft untereinander zerstritten sind. Afghanen haben unterschiedliche geschichtliche Wurzeln und sprechen über 57 verschiedene Sprachen. Nur der Glaube an den Islam verbindet alle. Doch selbst hier gehören sie zu ganz verschiedenen Richtungen.

Seit über 20 Jahren wird das Leben in Afghanistan von Kriegen bestimmt. Deshalb ist Afghanistan heute eines der ärmsten Länder der Erde. Erst allmählich können die ruinierte Wirtschaft und die zerstörten Straßen, Häuser, Stromnetze und Wasserleitungen des Landes wieder aufgebaut werden. Auch die vielen Landminen müssen beseitigt werden. Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Belgien und die USA helfen beim Aufbau des Landes.

Die Taliban, besonders streng gläubige Kämpfer für den Islam, herrschten von 1995 bis 2001. Sie unterdrückten alle, die anders dachten als sie. Besonders schlimm war es für Mädchen und Frauen. Sie durften nicht arbeiten und mussten sich völlig verschleiern. Mädchen durften auch nicht zur Schule gehen oder studieren. So können heute drei Viertel aller Afghanen weder lesen noch schreiben. Die Regeln der Taliban waren extrem: Männer mussten Bärte tragen und Musik, Sport und Fernsehen waren verboten.

Diese Zeiten sind vorbei. Mädchen gehen wieder in die Schule. Die Taliban wurden 2001 von einer internationalen Armee unter Führung der USA gestürzt. Trotzdem kommt es immer wieder zu Angriffen der Taliban mit vielen Toten. Die neue Regierung, die für mehr Freiheiten eintritt, hat starke Gegner. Vor allem unter den Stammesfürsten in den Bergen. Ihnen ist der Regierungs-Einfluss der Amerikaner zu groß. Die Stammesfürsten sind mächtig, weil sie jährlich etwa 300 Millionen US-Dollar mit dem Anbau von Schlafmohn verdienen. Daraus wird dann die gefährliche Droge Heroin hergestellt und in alle Welt exportiert.