Puppe Cayla muss weg!

Diese Puppen wollen nur spielen! Diese Puppen wollen nur spielen!
© adel / pixelio.de

Es klingt wie ein schlechter Scherz: Eltern sollen Puppen zerstören. Nicht alle Puppen, sondern die Puppe Cayla, mit der man sprechen kann, wenn man eine App installiert hat. Das hat die Bundesnetzagentur veranlasst. Diese staatliche Stelle kümmert sich unter anderem darum, dass bei allen Geräten, die auf das Internet zurückgreifen, die Gesetze gewahrt werden.

Das ist bei der Puppe nicht der Fall. Cayla ist nämlich eine Spionin. Sie sammelt Daten und gibt sie weiter - ohne dass die Kinder, die mit ihr spielen, oder deren Eltern etwas davon mitbekommen. Alle Fragen, die man Cayla stellt, landen auf dem Server einer amerikanischen Firma. Dort wird aus einer Datenbank eine Antwort auf die Frage erstellt.

Diese Verbindung übers Internet findet statt, ohne dass man einen Knopf drücken muss oder die Sprachsoftware anschalten muss. Deshalb gilt Cayla als illegales Spionagegerät. Auf dem Server der Firma werden Stimmprofile angelegt. Außerdem greift die Sprachapp der Puppe auf das Telefonbuch des Smartphone-Besitzers zu und sammelt andere Daten.

Die Bundesnetzagentur hat den Verkauf der Puppe verbieten lassen. Wer eine Puppe hat, soll sie zerstören oder wenigstens das Mikrophon und die Funktechnik in ihrem Inneren ausbauen. Spielen darf man natürlich weiter mit der dann sprachlosen und ungefährlichen Cayla.

Was ist das füeinen zum weinen.

Scheibenkleister.