Mordserie in Frankreich

Der französische Präsident Sarkozy (mit Mikro) schwieg mit den Schülern während der Gedenkminute. Der französische Präsident Sarkozy (mit Mikro) schwieg mit den Schülern während der Gedenkminute.
© luc.chatel; flickr.com

In ganz Frankreich wurde mit einer Trauerminute an die Opfer der Attentate von Toulouse erinnert. Dort hatte ein Unbekannter vor einer jüdischen Schule einen Lehrer und drei Mädchen erschossen. In allen Schulen des Landes, in allen Büros und Fabriken wurde für eine Minute die Arbeit gestoppt und geschwiegen.

Der Täter war mit einem Motorrad vor der Schule vorgefahren. Er schoss zunächst vor dem Tor und dann im Gebäude um sich. Anschließend flüchtete er auf seinem Motorrad. Möglicherweise hat er seine Tat gefilmt. Zeugen berichten, dass er eine Kamera auf der Brust festgeschnallt hatte.

Die Waffe, aus der die Schüsse abgefeuert waren, ist zuvor bei zwei anderen Mordanschlägen verwendet worden. Dabei hat ein Unbekannter auf drei Soldaten geschossen und sie getötet. Alle waren Franzosen nordafrikanischer Herkunft, also mit dunklerer Hautfarbe. Vermutlich handelt es sich um denselben Täter.

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Es könnte sein, dass ein ehemaliger Angehöriger des Militärs die Taten begangen hat. Dafür spricht die Waffe und die Art, die Kamera zu befestigen. Vielleicht ist der Täter aber auch in der rechtsradikalen Szene zu finden. Der Verdacht liegt nahe, weil er vermeintliche Ausländer und Juden ermordet hat.

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