Norwegen: Prozess gegen Massenmörder

Breivik kommt vor Gericht an. Eine Meute von Journalisten stürzt sich auf ihn. Breivik kommt vor Gericht an. Eine Meute von Journalisten stürzt sich auf ihn.
© jcoterhals; flickr.com

In der norwegischen Hauptstadt Oslo hat diese Woche der Prozess gegen Anders Breivik begonnen. Breivik hat im Juli 2011 insgesamt 77 Menschen getötet. Er zündete zuerst eine Bombe, dann erschoss er auf einer Insel wahllos Jugendliche, die dort im Ferienlager waren. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten.

Breivik sieht sich selbst nicht als Mörder, sondern als nationalen Helden. Er wolle ein Ausländer freies Norwegen schaffen, hatte er im Internet geschrieben. Viele halten Breivik wegen seiner extremen Haltung für geistesgestört. Ein Gutachten von Psychiatern hat ihm eine geistige Störung bescheinigt. Ein zweites Gutachten hält ihn für normal, mit radikalen Ansichten.

Schwierig ist der Prozess für die Angehörigen. Sie müssen noch einmal alles durchleiden, was im Sommer geschah. Die meisten sitzen in einem abgetrennten Raum, in dem das Geschehen vor Gericht übertragen wird. Sie sind nicht bereit, Interviews zu geben.

Auch für die Medien ist der Prozess eine knifflige Angelegenheit. Je mehr darüber berichtet wird, desto mehr werden Breiviks Ansichten in der Öffentlichkeit verbreitet. Viele Zeitungen verzichten darauf, Breiviks Bild zu zeigen. Das Gericht hatte zum Beginn des Prozesses Journalisten und Kamerateams zugelassen. Für die anderen Tage der Verhandlung dürfen Medienvertreter nicht direkt aus dem Gerichtssal berichten.

Hinzuzufügen ist noch dass breivik seine tat als "Notwehr" bezeichnet, wie er 70 Jugendliche aus Notwehr auf der Insel umschießen kann ist mir nicht klar. Breivik ist und bleibt ein psychopath

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