18. Januar 2010

Amerikanische Soldaten laden Hilfslieferungen aus. ©
Fünf Tage nach dem schweren Erdbeben auf Haiti ist das Land im Ausnahmezustand. Inzwischen sind 1700 ausländische Helfer im Land. Sie suchen nach wie vor nach Überlebenden, obwohl es kaum noch Chancen gibt. Bisher sind 70.000 Menschen tot geborgen worden. Es wird befürchtet, dass insgesamt 200.000 Menschen durch das Erdbeben umgekommen sind.
Schwierigkeiten gibt es nach wie vor mit der Versorgung der Bevölkerung. Lebensmittel müssen teilweise über Land durch das Nachbarland Dominikanische Republik transportiert werden, weil nicht alle Flugzeuge auf dem Flughafen in Port-au-Prince landen können. In manchen Gegenden fingen Menschen an, Lebensmittelvorräte zu plündern. Sie wurden von anderen mit Gewalt daran gehindert. Dabei soll es Tote gegeben haben.
15. Februar
von minikcadi-10
Der Text ist sehr intressant ich lese eigentlich nicht so viel aber das hat mich berührt :’( Die armen Menschen sie tuhen mir leid ... Viele Grüße Esra
Auch die gesundheitliche Versorgung ist schwierig. Noch immer warten die Ärzte auf mobile Krankenhäuser. Sie sind auf dem Weg, konnten aber ebenfalls nicht auf dem Flughafen entladen werden. Dafür sind dort offenbar viele amerikanische Soldaten angekommen. Sie sollen für Sicherheit im Land sorgen. Darum hat die Regierung Haitis gebeten.
Zu den existenziellen Sorgen kommt auch noch politischer Ärger. Die Haitaner sind wütend auf ihren Präsidenten, René Préval. Er hat sich nach dem Erdbeben noch nicht öffentlich gezeigt und nicht zu den Menschen gesprochen. Viele fordern nun, dass der frühere Präsident Jean-Baptiste Aristide zurückkommen soll nach Haiti. Er war 2004 abgesetzt worden, nachdem Wahlfälschungen und Korruption bekannt geworden waren.